Saigon und die Vietcong Tunnel

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Heute ging meine 3-taegige Easy Rider Tour in Saigon zu Ende. Nach einem guten Fruehstueck starteten wir Richtung Saigon und besichtigten eine Ziegelsteinfabrik. Die Kinder dort waren gigantisch, jedes wollte fotografoiert werden und sie erfreuten sich herrlich daran, das Foto dann Dank Digicam sofort auf dem Dosplay zu sehen. Wir kauften auch auf einem lokalen Markt ein Vietnamesiches Outfit fuer mich gegen die schwuele Hitze.

Nachdem ich mir beim sitzen auf dem Motorrad auf der Hand einen Sonnenbrand zugezogen habe, fuhr ich ausserdem mit Handschuhen (bei 35 Grad Hitze) heraum. Aber ich passe mich einfach den Vietnamesinnen an, die auch mit Handschuhen und Mundschtz fahren, um ihre Haut weiss zu halten. Deshalb tragen sie u.a. auch lange Kleider und keine Shorts und Tank Tops wie die Westeners es tun. Gesternabend hielt ich schon mit meinen 3 maennlichen Reisebgleitern Ausschau nach einer langen, duennen Hose. Das war ein Erlebnis. Zum einen waren wir in einer Stadt mwo sonst kein Tourist hinkommt und somit schon eine Attraktion und dann gehen 3 Maenner mit einer Frau einkaufe. Sehr amuesant.

Anyway, nach all dem shopping und einer ueberstandenen 3. Reifenpanne erreichten wir die Cu Chi Tunnel. Dieses Tunnelsystem wurde waehrend des Kriegs mit Frankreich gebaut und beherbergte bis zu 6.000 Menschen in unterirdischen durchTunnel verbundenen Wohn- und Arbeitsstaetten. Diese System nutze der Vietcong waehrend des Krieges mit den USA und den suedlichen Armeen und ein Tunnel fuehrte sogar bis auf eine US-Base. Wir krochen durch Tunnel und erklommen Panzer (alles sehr touristisch, voellig ungewohnt nach 3 Tagen Reise ohne auch nur einen westlichen Reisenden zu sehen).

Anschliessend stuerzten wir uns in das schiere Motorenmeer von Saigon. Tlw. habe ich einfach die Augen geschlossen, um nicht voellig zu verkrampfen, denn der Verkehr ist wirklich unbeschreiblich. Unsere Guides setzten uns im Backpacker District ab und wir tranken noch einen Eiskaffee zusammenbevor wir uns nach 3 wundervollen, erlebnis- und lehrreichen Tagen trennten.

Raoul und ich fanden ein scoenes Hotel mit vielen Annehmlichkeiten inkl . Reinigungsservice und ich buchte auch gleich meine mrogige Tour ins Mekong Delta und nach Phnom Phen, Kambodscha.

Wir assen in einem der Styrassenstaende und ich traf Anne aus Hoi An wieder. Was fuer ein Zufall. Wir tranken darauf gleich erstmal ein Bier zusammen und bald wurde unsere Gruppe immer groesser mit Franzosen, Amerikanern und Hollaendern. Anschliessend machten wir uns auf den Weg zu einer neuen Attraktion Saigons, einer Bar im 33. Stockwerk eines Hotels mit fantastischer Aussicht auf Saigon. Das war so krass. Das ganze Ambiente war piek-fein (nachdem wir auf der Strasse gegessen hatten) und die Preise wurden natuerlich nur in Dollar angezeigt, die selbst fuer europaeische Verhaeltnisse ausgesprochen gepfeffert waren. Drinnen sassen nur neu-reiche Vietnamesen, die ihre Freundinen (alle sehr gestylt) ausfuehrten. Ausserdem urde westliche Musik, darunter auch Weihnachtsmusik gespielt.

Das war ein echtes Erlebnis fuer uns, nachdem wir 3 Tage, das Leben der einfachen Menschen mit erlebten, die von 30 Dollar pro Monat leben und dann die Superreichen im Vergleich dazu sehen konnten.

Zurueck im Bachpacker Quartier gingen wir noch in eine Strassenkneipe Bia Hoi, wo das Bier quasi ein 50stel von dem in dem fancy Hotel kostet und unterhielten usn mit einem Amerikaner, der gerade erst angekommen war. Er hatte Angst, dass die Vietnamesen die Amerikaner evtl. nicht so freundlich willkommen heissen wuerden, aber auf unserer Easy Rider Tour lernten wir von unseren uides, dass die Vietnamesen z.T. ob ihres budhistischen Glaubens nicht nachtragend seien und verzeihen koennen und es den meisten nach so vielen Jahren Krieg (ueber 20 Jahre) viel besser ginge als vorher. Keiner muss mehr verhungern und die Leute koennen sich einen Wohlstand erarbeiten. Deshalb geht mir die tlw. Armut in den laendlichen Gebiten auch nicht so Nahe, denn die Leute sind stolz auf was sie haben und sie haben den Glauben an ihre Position in der Gesellschaft und wissen, dass sie sich mit eigenen Haenden etwas schaffen koennen.

Ich bewundere die Vietnamesen dafuer sehr.

Morgen werde ich noch das wunderbare Mekong Delta bereisen bevor ich am 18.12. nach Kambodscha per Boot aufbreche. Ich freue mich auf das neue Land, bin aber auch traurig, dass ich Vietnam schon nach so kurzer Zeit verlassen muss - but that’s life - I guess.

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